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Keine neuen AKWs nach der BP-Katastrophe
Was hat die BP-Katastrophe im Golf von Mexico mit der Diskussion um neue AKWs zu tun? Nun sie trifft das Kernproblem von Atomkraftwerken: Deren Sicherheit. Oder anders gesagt, wie viel deren Sicherheit kostet und kosten darf.

Die Katastrophe von BP hätte verhindert werden können, wenn genug in die Sicherheit der Anlage investiert worden wäre. Geld in die Sicherheit zu investieren, bedeutet aber weniger Gewinn und Sicherheit wird zudem immer teurer. Einerseits sind die Auflagen immer grösser und auf der anderen Seite ist allgemein jede Technologie ständig teurer geworden. Da ist es naheliegend, bei der Sicherheit zu sparen. Die Vergangenheit gibt einem noch dazu Recht. Es ist ja bis jetzt nichts passiert.
Auch Jahrzehnte nach Harrisburg und Tschernobyl ist man der Meinung, was im Tschernobyl passiert ist, ist bei uns nicht möglich. Doch menschliches Versagen ist überall möglich. Den beide Katastrophen sind auf menschliches Versagen zurückzuführen.Die grosse Gefahr in der heutigen Zeit ist, wenn nun Sicherheit zu teuer wird, wird Sicherheit einfach neu definiert. Plötzlich wird weniger Sicherheit als gleich sicher wie vorher deklariert und Kosten werden so gespart. Kosteneffizienz ist gefragt und nicht höchst mögliche Sicherheit.
BP hat uns gezeigt das früher oder später, gefährliche Technologien zu Katastrophen führen. Die Frage ist dabei nicht ob, sondern wann die Katastrophe eintritt. Die Rechnung dabei, ist ganz einfach. Je mehr AKWs in Betrieb sind, desto kürzer wird der Zeitraum, bis eine Katastrophe eintritt.
Dieses Risiko ist man bereit einzugehen, um einen grösstmöglichen Gewinn zu erzielen. Die Aussichten auf grosse Gewinne sind zu verlockend, denn die für die Gesellschaft und die Umwelt bessere Lösung bringt niemals solche Gewinne.
Die bessere Lösung ist nämlich die Kombination vieler kleinen Lösungen wie Energieeffizienz und dezentrale Energieversorgung mit Alternativenergien. Dies bringt den grossen Stromkonzernen aber kein Gewinn ein, im Gegenteil. Wer Strom spart, zahlt den Energiekonzernen weniger Geld und dass ist nicht deren Ziel.Daher drängen Energiekonzerne dazu weitere AKWs zu bauen, aus rein gewinnorientierten Gedanken heraus. Die Gefahr und die ungelöste Problematik der Atommüllentsorgung, nimmt man dabei gerne im Kauf, werden doch deren Kosten auf die Allgemeinheit überwälzt.
Juni 20, 2010 | Filed Under AKW und CO2, Alternativenergie, Atomenergie, Sicherheit | Leave a Comment
TV Tipp: Albtraum Atommüll
Eine tickende Zeitbombe? Auf der Suche nach der Wahrheit über den Atommüll. Ein Dokumentarfilm von Éric Guéret & Laure Noualhat.
Heute um 21.00 Uhr auf arte.
» Die Welt verstehen – Atomuell

Oktober 13, 2009 | Filed Under Allgemein, Radioaktiver Abfall, Sicherheit | 1 Comment
SES: Radioaktive Abfälle: Egal wo, das Lagerkonzept ist ungenügend
Das Bundesamt für Energie (BFE) hat heute die Standortregionen vorgestellt, die sich gemäss Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) aufgrund ihrer Geologie für den Bau von Tiefenlagern für Atommüll eignen könnten. Für die SES ist das ‚wohin’ zweitrangig.
Entscheidend für die Bevölkerung ist die Langzeitsicherheit. Diese kann uns die Nagra mit ihrem Lagerkonzept auch in den heute vorgeschlagenen Regionen aber nicht bieten.Unbrauchbares Lagerkonzept
Hochradioaktiver Abfall ist 1’000’000 Jahre lang giftig. Trotzdem schlägt die Nagra ein “Endlager”-Konzept vor, welches den Generationen nach uns verunmöglicht, die eventuell leckenden Behälter wieder zurückzuholen. So wie es keine nicht rostenden Autos gibt, so gibt es auch keine ewige Sicherheit für Stahlbehälter in Erdlöchern. In Asse (D) haben die Konzepte der Atommülllager-ExpertInnen bereits nach 40 Jahren versagt. Für radioaktive Abfälle gibt es keine Billiglösungen nach dem Prinzip ‚aus den Augen aus dem Sinn’. Was es dringend braucht sind reversible und lernfähige Lösungen auf Zeit. Die sind ehrlicher, sicherer und teurer – und regen an über den geplanten Ausbau der Atomtechnologie nachzudenken.Sachplanverfahren ist nicht zielführend
Die betroffenen Regionen sollen laut BFE in den nächsten 10 Jahren informiert und angehört werden. Neudeutsch heisst das “Partizipationsverfahren”. Die Bäckerin, der Landwirt und der Nagra-Geologe sollen also ins Gespräch kommen. Nicht nur über die Steuermillionen die kurzfristig winken, sondern auch über Opalinuston, Sicherheit, über Gasentwicklungen und Ionentransfer. Das Problem dabei ist: Wenn die Bäckerin und der Landwirt dem Geologen nicht zustimmen, können sie das Lager trotzdem nicht verhindern. Denn seit dem neuen Kernenergiegesetz haben die betroffenen Regionen kein Vetorecht mehr. Das bedeutet: den betroffenen Regionen kann man ein Lager in den Boden bohren, ohne dass sie damit einverstanden sind. Für die SES ist es höchst fraglich, ob dieses Sachplanverfahren für eine so schwerwiegende Entscheidung angemessen und zielführend sein kann.SES fordert ehrliche Lösungen auf Zeit
Die SES findet es an der Zeit, dass der Bevölkerung klaren Wein eingeschenkt wird, was die Verwahrung von hochradioaktiven Abfällen für unsere und die zig kommenden Generation bedeutet – in technischer wie finanzieller Hinsicht.
Insbesondere im Hinblick auf die kommende Volksabstimmung über drei neue Atomkraftwerke ist es zwingend, der Bevölkerung die damit verbundenen Gesundheitsrisiken und Kosten bekannt zu machen. Die SES fordert, dass die lokale Bevölkerung das Vetorecht für ein Lager hat. Die SES wird ihren Beitrag hierzu leisten und die betroffenen Regionen dahingehend informieren.Gerne geben wir Ihnen detailliertere Auskunft:
Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom & Strom, 044 271 54 64November 6, 2008 | Filed Under Radioaktiver Abfall, Sicherheit | Leave a Comment
Terroristen sprengen AKW in die Luft
Wie lange dauert es noch, bis diese Schlagzeile wahr wird?
Wie verschiedene Medien gestern berichtet haben, wurde im schwedischen Atomkraftwerk Oskarshamn an der Ostseeküste Alarm ausgelöst. Ein Handwerker trug laut Zeitungsberichten eine Tüte bei sich, an der hochexplosives Material haftete. Schreibt Spiegel Online. Die Sprengstoffspuren könnten grundsätzlich aber auch vom Schiessen bei einer Jagd herrühren. Was aber wenn nicht?
Nach dem 11. September 01 müssen AKWs als potenzielle Sabotageobjekte angesehen werden und nur das Stilllegen eines AKWs kann diese Gefahr bannen.» Spiegel Online: Sprengstoff entdeckt – Atomkraftwerk abgesperrt

Acetonperoxidkristalle. Quelle: WikipediaMai 22, 2008 | Filed Under Allgemein, Politik, Sicherheit | Leave a Comment
Ausstellung in Winterthur
Die Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl begleiten die Bevölkerung der radioaktiv verseuchten Gebiete bis heute. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiew leiden derzeit 2,34 Millionen Ukrainer unter gesundheitlichen Schädigungen, die auf das Reaktorunglück zurückgeführt werden.

20 Jahre nach der Katastrophe reiste Oded Balilty im Auftrag von Associated Press in die Ukraine, um zu fotografieren, wie die Menschen heute mit Tschernobyl leben. Seine Aufnahmen zeigen die verlassene Stadt Pripjat, die obligatorischen Sicherheitsübungen mit Gasmasken in den Schulen, die Krebsstation im Kinderspital von Kiew, Bewohner, die illegal in ihre Häuser in der kontaminierten Zone zurückgekehrt sind, und das Denkmal in Slawutitsch für die Feuerwehrleute, die an den Folgen der Strahlung gestorben sind. Die Auswirkungen des Unglücks vom 26. April 1986 sind überall sichtbar.

Oded Balilty wurde 1979 in Jerusalem geboren. Während seines dreijährigen Militärdienstes wurde er in der israelischen Armee zum Fotografen ausgebildet. Anschliessend arbeitete er für die Agentur ZOOM 77 und die Tageszeitung Yedioth Ahronot, bevor er 2002 von Associated Press angestellt wurde. Seine erste Einzelausstellung „Die israelische Mauer“ zeigte Oded Balilty 2006 in der CoalMine Fotogalerie. Er wurde 2007 mit dem World Press Photo Award (People in the News: 1st prize singles) und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Seit November 2007 arbeitet er als AP-Fotograf in Peking.
Vernissage:
Dienstag, 15. Januar 2008, 18.30 Uhr,
CoalMine Fotogalerie Winterthur Turnerstrasse 1, 8400 Winterthur,
Telefon 052 268 68 68,
www.coalmine.chJanuar 15, 2008 | Filed Under Atomenergie, Politik, Sicherheit | Leave a Comment
Mehr Leukämiefälle nahe Atommeilern
FAZ.NET:
Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz hat angeblich eine signifikante Zunahme von Blutkrebsfällen bei Kleinkindern in der Nähe von Atomkraftwerken beobachtet. Demnach steige die Zahl krebskranker Kinder, je näher ihr Wohnort an einem der 16 deutschen Reaktorstandorte liege, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.
Dezember 8, 2007 | Filed Under Atomenergie, Sicherheit | Leave a Comment
Godzilla oder Frankenstein?

Oktober 25, 2007 | Filed Under Klimawandel, Sicherheit | Leave a Comment
AKW BRAND
Trafo-Feuer wirkte sich doch auf Reaktor aus
Der Spiegel Online schreibt: “Keine Auswirkungen auf den Reaktor, hieß es direkt nach Ausbruch des Feuers in einem Trafohaus des Atomkraftwerks Krümmel. Jetzt gab das zuständige Kieler Ministerium bekannt, dass es durch den Brand sehr wohl “Auffälligkeiten” im Reaktor selbst gab.”
Es ist doch wie immer in solchen Fällen, es wird vorerst alles vertuscht und verschwiegen…
Juli 4, 2007 | Filed Under Sicherheit | Leave a Comment
Kurzschluss und Brand – in zwei Deutschen AKW’s
Letzten Donnerstag kam es in Deutschland gleich zu zwei Zwischenfällen bei verschiedenen AKWs. Beim Atomkraftwerk in Brunsbüttel gab es einen Kurzschluss, woraufhin der Reaktor abgeschaltet werden musste. Nach dem Abschalten kam es in Hamburg zu Stromausfällen – Ampelausfälle und ein kurzer Unterbruch im U-Bahn Streckennetz waren die Folge. Im AKW Krümmel östlich von Hamburg kam es ebenfalls zu einem Zwischenfall.

Juli 4, 2007 | Filed Under Atomenergie, Sicherheit | Leave a Comment
Olkiluoto/Finnland
Grosse Mängel beim EPR-AKW-Bau in Olkiluoto/Finnland
Beim Bau des französisch-deutschen EPR-Atomkraftwerks in Olkiluoto bestehen punkto Sicherheit und Funktionstüchtigkeit grosse Mängel. Sage und schreibe 700 Mängel wurden im letzten Jahr festgestellt. Der grösste Teil dieser Probleme werden nur sehr zögerlich oder gar nicht bekannt gegeben. Der Bau der Anlage liegt schon eineinhalb Jahre im Rückstand auf den ursprünglichen Zeitplan.
Mehr Infos:
http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/…
Ausführliches Hintergrundpapier zum EPR in Olkiluoto/Finnland:
http://www.greenpeace.org/finland/fi/dokumentit/ol3briefing#
April 27, 2007 | Filed Under Sicherheit | Leave a Comment
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