TV Tipp: Albtraum Atommüll

Eine tickende Zeitbombe? Auf der Suche nach der Wahrheit über den Atommüll. Ein Dokumentarfilm von Éric Guéret & Laure Noualhat.

Heute um 21.00 Uhr auf arte.

» Die Welt verstehen – Atomuell

arte

Was kostet Atomstrom eigentlich wirklich?

Zu lesen im Energieblog:

Was kostet Atomstrom eigentlich wirklich? Wesentlich Variable ist dabei die Endlagerung. Was kostet also so ein Atom-Endlager? Und wie sicher ist es? Noch spannender wird es, was es kostet ein unsicher gewordenes Endlager zu sanieren. Und wer bezahlt dann? Die Politik macht sich um die Sicherheitsfrage ja immer sehr verdient – auch beim Zahltag?

» energie-weblog.de

energieblog

SES: Radioaktive Abfälle: Egal wo, das Lagerkonzept ist ungenügend

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat heute die Standortregionen vorgestellt, die sich gemäss Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) aufgrund ihrer Geologie für den Bau von Tiefenlagern für Atommüll eignen könnten. Für die SES ist das ‚wohin’ zweitrangig.
Entscheidend für die Bevölkerung ist die Langzeitsicherheit. Diese kann uns die Nagra mit ihrem Lagerkonzept auch in den heute vorgeschlagenen Regionen aber nicht bieten.

Unbrauchbares Lagerkonzept
Hochradioaktiver Abfall ist 1’000’000 Jahre lang giftig. Trotzdem schlägt die Nagra ein “Endlager”-Konzept vor, welches den Generationen nach uns verunmöglicht, die eventuell leckenden Behälter wieder zurückzuholen. So wie es keine nicht rostenden Autos gibt, so gibt es auch keine ewige Sicherheit für Stahlbehälter in Erdlöchern. In Asse (D) haben die Konzepte der Atommülllager-ExpertInnen bereits nach 40 Jahren versagt. Für radioaktive Abfälle gibt es keine Billiglösungen nach dem Prinzip ‚aus den Augen aus dem Sinn’. Was es dringend braucht sind reversible und lernfähige Lösungen auf Zeit. Die sind ehrlicher, sicherer und teurer – und regen an über den geplanten Ausbau der Atomtechnologie nachzudenken.

Sachplanverfahren ist nicht zielführend
Die betroffenen Regionen sollen laut BFE in den nächsten 10 Jahren informiert und angehört werden. Neudeutsch heisst das “Partizipationsverfahren”. Die Bäckerin, der Landwirt und der Nagra-Geologe sollen also ins Gespräch kommen. Nicht nur über die Steuermillionen die kurzfristig winken, sondern auch über Opalinuston, Sicherheit, über Gasentwicklungen und Ionentransfer. Das Problem dabei ist: Wenn die Bäckerin und der Landwirt dem Geologen nicht zustimmen, können sie das Lager trotzdem nicht verhindern. Denn seit dem neuen Kernenergiegesetz haben die betroffenen Regionen kein Vetorecht mehr. Das bedeutet: den betroffenen Regionen kann man ein Lager in den Boden bohren, ohne dass sie damit einverstanden sind. Für die SES ist es höchst fraglich, ob dieses Sachplanverfahren für eine so schwerwiegende Entscheidung angemessen und zielführend sein kann.

SES fordert ehrliche Lösungen auf Zeit
Die SES findet es an der Zeit, dass der Bevölkerung klaren Wein eingeschenkt wird, was die Verwahrung von hochradioaktiven Abfällen für unsere und die zig kommenden Generation bedeutet – in technischer wie finanzieller Hinsicht.
Insbesondere im Hinblick auf die kommende Volksabstimmung über drei neue Atomkraftwerke ist es zwingend, der Bevölkerung die damit verbundenen Gesundheitsrisiken und Kosten bekannt zu machen. Die SES fordert, dass die lokale Bevölkerung das Vetorecht für ein Lager hat. Die SES wird ihren Beitrag hierzu leisten und die betroffenen Regionen dahingehend informieren.

Gerne geben wir Ihnen detailliertere Auskunft:
Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom & Strom, 044 271 54 64

Demo gegen Atomenergie: in Benken / ZH

Demo gegen Atomenergie: Samstag 20. September Benken / ZH

Am 20. September 2008 findet in Benken ZH eine grosse Kundgebung gegen die Atomkraftphantasien der Schweizer Stromwirtschaft und die geplante Atommülllagerung im Zürcher Weinland statt.

pic 200958Mit dabei:
Verena Diener (Ständerätin)
Bastien Girod (Nationalrat)
Ruedi Rechsteiner (Nationalrat)
Geri Müller (SES)
Ursula Hafner (Regierungsrätin SH)
Vera Kaa (Sängerin)
Patrick Frey (Kabarettist)
und viele mehr.

Komme auch du. Sage auch du nein zur weiteren Nutzung der Atomenergie.

» Mehr Infos unter

» Download Flyer Kundgebung

Wohin damit?

Niemand will es!

Paul Scherrer Institut leitet radioaktives Tritium in die Aare

Das Paul Scherrer Institut will mit dem radioaktiven Stoff Tritium belastetes Wasser in die Aare leiten. Die Bewilligung liege vor, hält das Institut fest.

Über die geplant Einleitung des radioaktiven Wassers hatte das PSI auf seiner Website am Mittwoch informiert. Publik machte den Plan heute die Berner Zeitung «Der Bund».

Die Abgabe der Radioaktivität ins Aarewasser liegt gemäss PSI weit unterhalb der gesetzlichen Limiten. Sie stelle für Mensch und Umwelt keine Gefährdung dar. Die Massnahme sei mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) abgestimmt.

» Artikel im Tagi

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SO NICHT

10’492 Menschen sagen SO NICHT zu dieser Atommüll-Scheinlösung und zu einem Freipass für neue AKW.

Die SES ist der Meinung, dass der Sachplan zur Atommüll-Lager-Suche verfrüht ist und ein konzeptionelles Gewurstel darstellt. Die Nagra ist in ihren Felslabors noch immer intensiv am Forschen, obschon der Bundesrat das Problem als technisch gelöst bezeichnet hat. Die Nagra hat weiterhin keine Antwort auf die gesetzliche Vorgabe, wie das Lager für die nächste Million Jahre oberirdisch zu signalisieren ist. Es ist nicht klar definiert, wie viele und wie grosse Lager zu bauen sind. Zur definitiven Alibiübung wird dieser Plan, weil das Gesetz die Türe für ein allfälliges und billigeres Atommüllager im Ausland offen lässt.

Dieser Sachplan ist vielleicht gut gemeint, führt aber zu keinem sicheren Atommüll-Lager. Atommüll bleibt für 1 Million Jahren giftig. Die einzige Lösung ist die Atommüllproduktion einzustellen und das Problem somit zu beschränken.

» energiestiftung.ch

sonicht

Wie Atomkraftbefürworter Fakten verdrehen

In einem Kommentar zum Beitrag “Neuer Atomreaktortyp EPR nicht Flugzeugabsturzsicher” behauptet Herr Ben Volmert von der NAGRA: “Fakt ist, dass ein Passagierjet praktisch nicht zielgenau und effektiv auf ein KKW gesteuert werden kann (von Amateuren schon gar nicht)”. Das würde ja bedeuten, dass ein Flugzeug gar nicht zielgenau auf eine Landepiste eines Flughafens aufgesetzt werden kann? Häää?
Herr Volmert verleugnet demnach auch das Attentat vom 11. September 2001 auf die Twin Towers in New York und dem Pentagon in Washington DC. In allen drei Fällen wurde je eine Passagiermaschine zielgenau von Amateuren in die Hochhäuser und das US-amerikanische Verteidigungsministerium gelenkt.

Es ist wirklich ein bedrückendes Gefühl zu wissen, dass solche Leute für die sicherer Endlagerung von Atommüll angestellt sind.

Hier ein Bild dessen, was bei der NAGRA als Faktisch unmöglich bezeichnet wird:

****NACHTRAG***

Herr Ben Volmert, der diese Behauptung gepostet hat, bittet darum klarzustellen das es sich hier um seine eigene private Meinung handelt.  Herr Volmert ist Mitarbeiter der NAGRA, deswegen konnte davon ausgegangen werden dass dies offenbar die Meinung der NAGRA ist. Es ist (bis jetzt) diesbezüglich keine offizielle Stellungnahme oder Bitte um Korrektur von der NAGRA eingetroffen.  Trotzdem, da Herr Volmert ausdrücklich beteuert hier seine Meinung als Privatperson zu äussern und nicht als Vertreter der NAGRA, wurde der Titel dieses Beitrages auf persönliche Bitte von Herrn Volmert geändert.