AKW ohne Strom = Kernschmelze

Wie der Zwischenfall in Schwedischen AKW Forsmark zeigt, das ein AKW nach einer Abschaltung nicht wirklich abgeschaltet ist.

Ein normaler Automotor muss, wie jeder weiss, auch gekühlt werden. Ist der Kühler kaputt, zuwenig Kühlflüssigkeit im Kühler usw. darf man nicht weiterfahren, sonst verschrottet man dabei den eigenen Motor. Er überhizt und geht kaputt.
Wird ein Automotor abgeschaltet, braucht es keine aktive Kühlung mehr. Der Motor kühlt von selbst ab.

Wird ein AKW „abgeschaltet“, unterbricht man dabei die Kernspaltung. Die Brennstäbe bzw. der Reaktorkern muss aber weiterhin aktiv gekühlt werden. Geschieht dies nicht kommt es zur Kernschmelze.
Eine aktive Kühlung erfordert daher Pumpen die den Kühlwasserkreislauf aufrecht erhalten und die Pumpen wiederum brauchen daher auch eine Energiequelle, Strom oder (meist) Diesel je nach deren Antrieb.

Laut der nationalen Atomsicherheitsbehörde “Statens Kärnkraftsinspektion” SKI kam es im Schwedischen AKW Fosmark am Dienstag, den 25. Juli 2006 zu einem Kurzschluss in einer die Reaktoren mit Strom versorgenden Einheit, während sich der zweite Reaktor zwecks Nachfüllung ausser Betrieb befand. Daraufhin wurde die gesamte Elektrizitätsproduktion gestoppt. Von den für die Notstromversorgung der Sicherheitssysteme vorgesehenen vier Diesel-Generatoren sprangen lediglich zwei automatisch an. Erst nach etwa 20 Minuten konnte das Problem manuell behoben werden.

Die Reaktionen zu dem Vorfall sind zwiegespalten. In einem Interview mit dem Stockholmer “Svenska Dagbladet” schilderte der langjährige Chef der Konstruktionsabteilung von Vattenfall Lars-Olov Höglund, dass es bis zu einer Kernschmelze nur eine Sache von Minuten gewesen sei. Lediglich die Reaktorschnellabschaltung und die funktionierenden Teile des Notkühlsystems hätten schlimmeres verhindert. In einer Pressemitteilung sagte Henrik Paulitz, Atomexperte von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW: “Wären noch mehr Fehler in der automatischen Steuerung des schwedischen Atomkraftwerks aufgetreten, dann hätte die Welt in der vergangenen Woche möglicherweise ihren zweiten Super-GAU erlebt”. Demgegenüber wiesen Forsmarks Sicherheitschef Ingvar Berglund sowie die SKI die Äusserungen als übertrieben zurück. Laut Andreas Bredfell, Sprecher der SKI, habe die Gefahr einer Kernschmelze nicht bestanden, sagte er dem BBC-Onlinedienst. Zwei der vier Notstromaggregate seien ausreichend, um die Kühlung der Brennstäbe zu gewährleisten. Zudem habe das Kraftwerk im Notfall Gasturbinen.

Bleibt zu hoffen dass die Sicherheitssysteme in einem Notfall in Zukunft wirklich funktionieren.

Jedenfalls zeigt dieser Vorfall dass ein Terroranschlag auf ein AKW wohl ein leichtes Unterfangen sein kann. Hauptstromleitung kappen, Notstrom ausser Gefecht setzen und der Supergau ist nur noch eine Frage von Minuten.

akawbombe

 

Bombenalarm in schwedischem Atomkraftwerk

Die schwedische Polizei hat den Bombenalarm im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark heute aufgehoben.
Ein Spezialtrupp mit Spürhunden habe die Anlage untersucht, teilte ein Polizeisprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur TT mit. “Wir bleiben in Kontakt mit der Kriminalpolizei und den Sicherheitsbehörden”, sagte Sprecher Christer Nordström. Es bestehe keine unmittelbare Gefahr.
Die Zugangsstrassen waren abgesperrt worden. Der Betrieb der Anlage wurde jedoch nicht unterbrochen und die Mitarbeiter entgegen früheren Meldungen auch nicht evakuiert.

Mehrfach Störfälle
Forsmark liegt etwa hundert Kilometer nördlich von Stockholm an der schwedischen Ostküste. In der Vergangenheit hatte es in der Anlage mehrfach Störfälle gegeben.

Der schwerste ereignete sich im Juli 2006, als nach einem Elektrizitätsausfall auch die Notstromversorgung nur schleppend angelaufen war. Nach Angaben von Experten wurde das Schmelzen des Reaktorkerns nur knapp vermieden.

Rudolf Rechsteiner im TagiTalk

Gehen in der Schweiz ohne neue Atomkraftwerke die Lichter aus? Ist es sinnvoll, erneuerbare Energien staatlich zu fördern? Und welchen Beitrag kann Energiesparen leisten? Der Basler SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner beantwortete Ihre Fragen.

» alles im TagiTalk nachzulesen

ZWILAG Flugzeugabsturzsicher?

Laut HSK seine die Schweizer AKWs Flugzeugabsturzsicher. Dies Weiss die HSK erst seit nach dem 11. September 2001. Ganz abgesehen davon, das dies ja nie getestet werden konnte, fragt sich auch wie es denn mit dem Zwischenlager „ZWILAG“ in Würenlingen bezüglich Flugzeugabsturzsicherheit steht?
Ein Blick auf die Website von ZWILAG lässt böses erahnen, denn es handelt sich dabei offenbar nicht um ein besonders geschütztes Gebäude.
Daher starte ich nun eine kurze Anfrage über deren Kontaktseite.
Mal sehen was ZWILAG diesbezüglich antwortet?

» ZWILAG

Bild des ZWILAG: http://www.zwilag.ch/_zwi/_img/img_00_zwilag_l.jpg

Fehlt in Zukunft das Kühlwasser für die AKWs?

Die SF Tageschau vom 14. Januar berichtet:
Schweizer Klimabericht: Hitzewellen und Schneemangel
Fünf Jahre lang haben 100 Wissenschaftler am Klimabericht für die Schweiz gearbeitet. Aufgezeigt werden die gravierendsten Veränderungen bis ins Jahr 2050: Die Schweiz wird Hitzewellen im Sommer und Schneemangel im Winter erleben und es wird durchschnittlich um zwei bis drei Grad wärmer. Dies hat gravierende Folgen für die Stromwirtschaft.

» Tagesschau Archiv – Übersicht 14.03.2007
» Beitrag mit Realplayer anschauen

wasser

Moritz Leuenberger blogt nun auch!

Moritz Leuenberger hat als erster Bundesrat einen Blog und eröffnet die Diskussion gleich mit dem Thema Energiepolitik. Willkommen unter die Blogger Lieber Bundesrat Moritz Leuenberger und danke für die Reaktivierung der alten Anti-AKW-Bewegung. Wir “blocken” auch :-)

» Moritz Leuenberger Blog

 

Wie Atomkraftbefürworter Fakten verdrehen

In einem Kommentar zum Beitrag “Neuer Atomreaktortyp EPR nicht Flugzeugabsturzsicher” behauptet Herr Ben Volmert von der NAGRA: “Fakt ist, dass ein Passagierjet praktisch nicht zielgenau und effektiv auf ein KKW gesteuert werden kann (von Amateuren schon gar nicht)”. Das würde ja bedeuten, dass ein Flugzeug gar nicht zielgenau auf eine Landepiste eines Flughafens aufgesetzt werden kann? Häää?
Herr Volmert verleugnet demnach auch das Attentat vom 11. September 2001 auf die Twin Towers in New York und dem Pentagon in Washington DC. In allen drei Fällen wurde je eine Passagiermaschine zielgenau von Amateuren in die Hochhäuser und das US-amerikanische Verteidigungsministerium gelenkt.

Es ist wirklich ein bedrückendes Gefühl zu wissen, dass solche Leute für die sicherer Endlagerung von Atommüll angestellt sind.

Hier ein Bild dessen, was bei der NAGRA als Faktisch unmöglich bezeichnet wird:

****NACHTRAG***

Herr Ben Volmert, der diese Behauptung gepostet hat, bittet darum klarzustellen das es sich hier um seine eigene private Meinung handelt.  Herr Volmert ist Mitarbeiter der NAGRA, deswegen konnte davon ausgegangen werden dass dies offenbar die Meinung der NAGRA ist. Es ist (bis jetzt) diesbezüglich keine offizielle Stellungnahme oder Bitte um Korrektur von der NAGRA eingetroffen.  Trotzdem, da Herr Volmert ausdrücklich beteuert hier seine Meinung als Privatperson zu äussern und nicht als Vertreter der NAGRA, wurde der Titel dieses Beitrages auf persönliche Bitte von Herrn Volmert geändert. 

EU-Klimakompromiss ist kein Durchbruch

Der Spiegel schreibt: “Im Detail erweist sich der EU-Klimakompromiss als Trickserei. Die Politik reagiert mit Rechenspielchen auf die größte Bedrohung der Gegenwart – jetzt ist es offensichtlich: Zum Verhindern der Klimakatastrophe fehlt ihr der Mumm.”

» mehr bei Spiegel Online

Energiesparen ist immer gut!

Au der Site topten.ch finden sie alle Angaeben um Energiebewusst einzukaufen.Topten schreibt dazu:
Wir wollen den KonsumentInnen ermöglichen, rasch die besten Produkte und Dienstleistungen für den Arbeitsplatz oder das Heim zu finden. Gut, besser, die Besten heisst für uns:

  • wenig Energieverbrauch,
  • geringe Umweltbelastung,
  • gute Gebrauchsfähigkeit,
  • gesundheitlich unbedenklich,
  • sehr gute Qualität,
  • möglichst fair trade berücksichtigt,
  • vernünftiger Preis, gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

» topten.ch

EU einigt sich im Klimastreit

Die EU-Staaten haben sich im Klimastreit geeinigt. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2020 verpflichtend bei 20 Prozent liegen. Die Deutsche Bundeskanzlerin sprach von einem qualitativen Durchbruch.

» mehr dazu bei Spiegel online

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