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Category: Atomenergie

1:10’000 = alle 20 bis 25 Jahre ein GAU

1:10’000 = alle 20 bis 25 Jahre ein GAU

Gemäss Statistiker der Atomlobby ereignet sich ein „Störfall“ à la Fukushima alle 10‘000 Jahren.
442 Atomkraftwerke sind zurzeit in Betrieb. Demnach müsste man 10‘000 geteilt durch 442 rechnen und erhält ein Resultat von 22.6 Jahre. Demnach sollte sich so ein Ereignis alle 20 bis 25 Jahre wiederholen und Tschernobyl war ja vor ziemlich genau 25 Jahren!

Radioaktives Trinkwasser in Tokio. Gefahrengrenze für Neugeborene überschritten

Radioaktives Trinkwasser in Tokio. Gefahrengrenze für Neugeborene überschritten

Babys und Kleinkinder sollen in Tokio kein Leitungswasser mehr trinken. Im Wasser seien erhöhte Werte von 210 Becquerel pro Liter an radioaktivem Jod 131 festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Stadtregierung am Mittwoch vor den Medien.

Die radioaktive Strahlung im Trinkwasser überschritt die Gefahrengrenze für Neugeborene. Nach den gesetzlichen Vorschriften sei das Leitungswasser derzeit nicht für die Zubereitung von Babynahrung geeignet, sagte der Behördenvertreter weiter.

In einer Wasseraufbereitungsanlage in der Hauptstadt Tokio wird den Behörden zufolge erhöhte Radioaktivität gemessen. (Video: Reuters)

Die Werte übertreffen nach seinen Angaben den Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm, die das Gesundheitsministerium für Kleinkinder festgesetzt hat. Die Warnung gelte für alle 23 zentralen Bezirke in Tokio und für das westlich gelegene Tama-Gebiet.

Die erhöhten Werte an radioaktivem Jod 131 seien am Dienstagmorgen in einer Wasseraufbereitungsanlage in Tokio festgestellt worden. Bei radioaktivem Cäsium 137 seien keine überhöhten Werte registriert worden.

Quelle: (sda)

Sind drei Stahlbetonhüllen wirklich noch intakt?

Sind drei Stahlbetonhüllen wirklich noch intakt?

Heute 15:50 Uhr
Drei Stahlbetonhüllen intakt

Die Stahlbetonhüllen der Reaktoren 1, 2 und 3 in Fukushima sind nach Aussage der US-Atomsicherheitsbehörde NRC intakt. Der verantwortliche NRC-Direktor Bill Borchardt erklärte, zwar gebe es in den drei Anlagen Schäden an den Reaktorkernen, die sogenannten Containments seien aber nicht gebrochen. Die Situation stehe offenbar kurz vor der Stabilisierung. Die NRC steht in Tokio in engem Austausch mit der japanischen Regierung und Vertretern der Industrie. (dapd)

Ich frage mich nur, wie wurde dies festgestellt?
Wegen der hohen Strahlung konnte bis jetzt sicher noch niemand bis zum Reaktor gehen, um dies zu überprüfen. Somit ist das wohl eher nur eine Vermutung.
Und ist dies umgekehrt nun die Bestätigung dafür, dass die vierte Stahlbetonhülle geborsten ist

Was bedeutet Kernschmelze? Was kann man dagegen tun?

Was bedeutet Kernschmelze? Was kann man dagegen tun?

antiatom

Gegen die Kernschmelze kann man nichts mehr machen! Man kann nur versuchen die Katastrophe einzudämmen. Die Sicherheitsvorkehrungen bei einem AKW sind dazu ausgelegt, um eine solche Kernschmelze zu verhindern. Diese Sicherheitsvorkehrungen sind in Fukushima gescheitert und die Brennelemente sind zu einer Masse verschmolzen mit Temperaturen von 1800° bis 2400° Celsius.
Dabei sind chemische Prozesse im Gange die zu weiteren Explosionen führen können. Man kann also nur versuchen irgendwie zu Kühlen um weitere Explosionen zu verhindern. Die Katastrophe kann man aber nicht mehr rückgängig machen.

85% der Leser der Aargauer Zeitung finden, man müsse in der Schweiz mit der Atomkraft aufhören!

85% der Leser der Aargauer Zeitung finden, man müsse in der Schweiz mit der Atomkraft aufhören!

Es ist sicher nicht eine klar repräsentative Umfrage, aber dennoch erstaunlich das so was im Atomkanton rauskommt. Die Umfrage wurde im Zusammenhang mit dem Artikel „Verseucht: Schweizer AKW lassen in Russland Uran aufbereiten – auf kosten der Bevölkerung“ gemacht.

» Artikel in der Aargauer Zeitung

Stromlücke – Die immer wiederkehrende Lüge

Stromlücke – Die immer wiederkehrende Lüge

Die «Stromlücke» ist ein Mythos. Die «Stromlücke» ist eine Denklücke. Erfunden in der Werbeabteilung der Atomlobby, soll uns die drohende Strom-Knappheit gefügig machen für die Fortsetzung einer verfehlten Strompolitik. Auch der Bundesrat hat die Lücke bereits im Kopf. Schade. Denn eine zukunftsfähige und sichere Stromversorgung setzt nicht auf neue Gas- und Atomkraftwerke, sondern auf Effizienz und Erneuerbare.

Die Angstmacherei mit der drohenden Strom-Knappheit soll uns gefügig machen für die Fortsetzung einer verfehlten Strompolitik. Wer „Stromlücken“ mit Atommüll füllen will, der hat eine Denklücke im Kopf und später ein Loch im Portemonnaie. Eine zukunftsfähige und sichere Stromversorgung setzt nicht auf das Klumpenrisiko AKW, sondern auf einheimische und sich erneuernde Energieträger wie Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme und Sonne, sowie auf einen effizienten Einsatz von Strom Das Atomloch ist eine Chance für unsere Volkswirtschaft. Packen wir sie!

«Stromlücke» zum Vierten
Bereits zum vierten Mal sieht sich die Schweizer Bevölkerung mit der sogenannten Stromlücke konfrontiert. Wie heute, ging es auch in den 70ern, den 80ern und 90ern immer um den Bau von neuen Atomkraftwerken. So schreibt zum Beispiel der VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke) im September 1987 in seinem 10-Werke-Bericht: „Die Stromlücke erreicht bis zum Winterhalbjahr 2004/2005 ein Ausmass von 4,3 Milliarden Kilowattstunden, ….Ohne Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Kaiseraugst wird die Lücke sogar 7,2 Milliarden Kilowattstunden betragen“. Kaiseraugst wurde nie gebaut und die Lichter gingen trotzdem nicht aus. Die „Strom-Lücke“ war bisher eine Strom-Lüge und wird es auch in Zukunft bleiben.

Stromberg statt Stromlücke
Heute produzieren die schweizerischen Kraftwerke ein wenig mehr Strom (64 Terawattstunden), als wir SchweizerInnen pro Jahr auch verbrauchen (57 TWh ). Zählen wir die zwei von uns in Frankreich gebauten AKW noch hinzu, so haben wir heute einen Produktionsüberschuss von zwei AKW Gösgen (+20 Terawattstunden). Der Blick in die nahe Zukunft und über unsere Landesgrenzen hinweg zeigt, dass die Schweizer Stromfirmen vor allem im nahen Ausland neue Grosskraftwerke gebaut haben oder dabei sind solche zu bauen. Bis in zehn Jahren wird die Schweizer Stromwirtschaft im In- und Ausland gegen 100 Terawattstunden produzieren. Das ist also annähernd das Doppelte unseres heutigen Landesverbrauchs. In Anbetracht dieser Zahlen, ist faktisch keine Stromlücke in Sicht.

Märkte haben keine Lücken
Die Schweiz ist ab 2008 zu 100% in den europäischen Strommarkt integriert. Die Systemgrenze Schweiz gibt es in Sachen Strom also nicht mehr. Was es einzig noch gibt, sind begrenzte Transportkapazitäten auf den grenzüberschreitenden Stromautobahnen. Aber diese sind gemäss Bundesamt für Energie schon heute genügend gross, um die gesamte AKW Kapazität durch Importe zu ersetzen. Auch der Chefökonome des Bundes, Herr A. Brunetti, runzelt beim Begriff „Stromlücke“ seine Stirn. Funktionierende Märkte haben keine Lücken. Auch der Strommarkt funktioniert nach Angebot und Nachfrage. Wird das Angebot knapp, steigen im offenen Markt die Preise. Und der Strom fliesst dorthin, wo am meisten dafür bezahlt wird. Der Begriff „Stromlücke“ ist unter diesen ökonomischen Gegebenheiten schlicht absurd.

Weichen jetzt auf Zukunft stellen
Niemand bestreitet die Tatsache, dass die alten AKW spätestens ab 2020 aus Sicherheitsgründen vom Netzt gehen müssen. Das sich dann öffnende „Atomloch“ gilt es mit kluger Strompolitik, respektive mit besseren Alternativen zu füllen. Das „Atomloch“ ist darum kein Anlass zur Sorge, sondern die grosse Chance, unsere Stromversorgung nachhaltiger und sicherer zu gestalten. Nur der Umstieg auf erneuerbare Energieträger kann langfristig wirkliche Versorgungssicherheit bei minimaler Umweltbelastung bieten. Auch wenn die Stromverkäufer die Alternativen ständig klein- und den Atomstrom billigreden, die Zukunft liegt nicht im Klumpenrisiko AKW, sondern bei den erneuerbaren Energien und im effizienten Einsatz von Strom. Die Wissenschaft und die Bundesverwaltung haben mehrfach mit Studien belegt, dass der Weg in Richtung Stromzukunft ohne AKW nicht nur möglich und nachhaltiger ist, sondern uns alle auch langfristig günstiger zu stehen kommt.

«Friss ein Drittel weniger» ist möglich
Das Stromsparpotential ist enorm. Jede dritte Kilowattstunde wird heute verschwendet und könnte mit heute bester Technologie verhindert und eingespart werden. Weil Strom nichts kostet, wird er in unsinnigen Elektroheizungen, in wartenden Kopiermaschinen und ineffizienten Glühbirnen regelrecht verbraten. Hier braucht es harte Zulassungsbeschränkungen für elektrische Anwendungen und Geräte. Zum Beispiel reichen ein Standby-Verbot, beste Elektrogeräte und effiziente Beleuchtung aus, um Beznau 1+2 abzuschalten zu können. Das schöne dabei: Statt das Geld für Uran und Gas in den Kreml schicken zu müssen, bleibt es in der Schweiz, schafft dauerhafte Arbeitsplätze und Exportchancen für effiziente Technologien. Mit einer wirksamen Stromsparpolitik könnte das Parlament mindestens die Hälfte des „Atomlochs“ einfach wegsparen. Sparen ist zwar nicht ganz gratis. Aber Strom aus einem neuen AKW kostet mindestens das Doppelte.

Eine Frage des politischen Willens
Die Vollversorgung mit sauberem Strom ist nicht eine Frage der Potentiale, sondern eine Frage des politischen Willens und der politisch festgelegten Preise. Solange Atom-, Gas- und Kohlestrom ihre Vollkosten ( zum Beispiel Klimaschäden, Atommüllverwahrung, Risikokosten) nicht tragen müssen, sind die Spiesse für die sauberen Technologien unfair kurz. Das muss sich ändern. Ein Anfang ist mir der Einführung der Einspeisevergütung getan. Wer in 30 Jahren keine Stromengpässe wegen Uran-Mangel oder leeren Gaspipelines haben will, der muss entschieden mehr tun. Und zwar jetzt.

» Aus Schweizerische Energie-Stiftung SES

Keine neuen AKWs nach der BP-Katastrophe

Keine neuen AKWs nach der BP-Katastrophe

Was hat die BP-Katastrophe im Golf von Mexico mit der Diskussion um neue AKWs zu tun? Nun sie trifft das Kernproblem von Atomkraftwerken: Deren Sicherheit. Oder anders gesagt, wie viel deren Sicherheit kostet und kosten darf.
kühltürme

Die Katastrophe von BP hätte verhindert werden können, wenn genug in die Sicherheit der Anlage investiert worden wäre. Geld in die Sicherheit zu investieren, bedeutet aber weniger Gewinn und Sicherheit wird zudem immer teurer. Einerseits sind die Auflagen immer grösser und auf der anderen Seite ist allgemein jede Technologie ständig teurer geworden. Da ist es naheliegend, bei der Sicherheit zu sparen. Die Vergangenheit gibt einem noch dazu Recht. Es ist ja bis jetzt nichts passiert.
Auch Jahrzehnte nach Harrisburg und Tschernobyl ist man der Meinung, was im Tschernobyl passiert ist, ist bei uns nicht möglich. Doch menschliches Versagen ist überall möglich. Den beide Katastrophen sind auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Die grosse Gefahr in der heutigen Zeit ist, wenn nun Sicherheit zu teuer wird, wird Sicherheit einfach neu definiert. Plötzlich wird weniger Sicherheit als gleich sicher wie vorher deklariert und Kosten werden so gespart. Kosteneffizienz ist gefragt und nicht höchst mögliche Sicherheit.

BP hat uns gezeigt das früher oder später, gefährliche Technologien zu Katastrophen führen. Die Frage ist dabei nicht ob, sondern wann die Katastrophe eintritt. Die Rechnung dabei, ist ganz einfach. Je mehr AKWs in Betrieb sind, desto kürzer wird der Zeitraum, bis eine Katastrophe eintritt.
Dieses Risiko ist man bereit einzugehen, um einen grösstmöglichen Gewinn zu erzielen. Die Aussichten auf grosse Gewinne sind zu verlockend, denn die für die Gesellschaft und die Umwelt bessere Lösung bringt niemals solche Gewinne.
windDie bessere Lösung ist nämlich die Kombination vieler kleinen Lösungen wie Energieeffizienz und dezentrale Energieversorgung mit Alternativenergien. Dies bringt den grossen Stromkonzernen aber kein Gewinn ein, im Gegenteil. Wer Strom spart, zahlt den Energiekonzernen weniger Geld und dass ist nicht deren Ziel.

Daher drängen Energiekonzerne dazu weitere AKWs zu bauen, aus rein gewinnorientierten Gedanken heraus. Die Gefahr und die ungelöste Problematik der Atommüllentsorgung, nimmt man dabei gerne im Kauf, werden doch deren Kosten auf die Allgemeinheit überwälzt.

Neue AKWs aus politischem Kalkül

Neue AKWs aus politischem Kalkül

Barack Obamas Entscheid zwei neue Atomreaktoren bauen zu lassen, ist ein reiner politischer Schachzug. So dumm, dies mit dem Klimaproblem zu rechtfertigen, ist Obama nicht.

„Zwei Atomreaktiren sind noch keine Atomrenaissance“ meint auch Rudolf Rechsteiner und meint weiter „Neue Windturbinen ersetzen zur Zeit alle zwei Wochen ein AKW. Windstrom ist hlab so teuer wie Atomstrom.

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Was kostet Atomstrom eigentlich wirklich?

Was kostet Atomstrom eigentlich wirklich?

Zu lesen im Energieblog:

Was kostet Atomstrom eigentlich wirklich? Wesentlich Variable ist dabei die Endlagerung. Was kostet also so ein Atom-Endlager? Und wie sicher ist es? Noch spannender wird es, was es kostet ein unsicher gewordenes Endlager zu sanieren. Und wer bezahlt dann? Die Politik macht sich um die Sicherheitsfrage ja immer sehr verdient – auch beim Zahltag?

» energie-weblog.de

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