Durchsuchen nach
Autor: admin

Atomstrom: Nein danke – Ja bitte?

Atomstrom: Nein danke – Ja bitte?

Die drohende Energielücke in der Schweiz kann aus Sicht des Bundesrates nur mit neuen Atomkraftwerken geschlossen werden. Nun ist die AKW-Debatte neu entflammt. Eine Debatte, die in den 70er und 80er Jahren die Schweizer Bevölkerung bewegt und mobilisiert hat wie keine andere. Hunderttausende demonstrierten gegen Kaiseraugst, Gösgen, Graben, drückten ihr Entsetzen über Tschernobyl aus, kämpften gegen die Endlagerung von Atommüll. AKW ja oder nein – das war nicht nur eine politische, sondern auch eine Glaubensfrage.
Inwiefern gleichen sich heute die Argumente von damals? Werden wieder Tausende von Menschen gegen die Atomkraft aufmarschieren? Oder ist die Akzeptanz grösser und der Widerstand geringer geworden?

»  Arene online anschauen

Energiewende ist technisch machbar

Energiewende ist technisch machbar

„Wir haben 40% zu viel Strom, wir sind Netto-Exporteur.“ Das sagte Ueli Forster, Präsident des Wirtschaftsverbands économiesuisse noch 2003.

  • Sparen mit effizienten Lampen und Elektrogeräten soviel Strom ein, wie die veralteten Atomkraftwerke Beznau 1+2 im Winter produzieren. Ohne Komfortverlust. Und erst noch bei tieferen Stromkosten von 500 Millionen Franken pro Jahr!
  • Sparen mit besserer Wärmedämmung von Gebäuden, mit forciertem Ersatz von Elektroheizungen durch Wärmepumpen und mit dem verstärkten Einsatz von Warmwasser-Sonnenkollektoren doppelt so viel Strom ein wie das Atomkraftwerk Mühleberg im Winter produziert. Reduktion der Stromkosten: 500 Millionen Franken pro Jahr!
  • Kompensieren die Winterstromproduktion des grössten Atomkraftwerks Leibstadt, wenn wir einen Zehntel der 750‘000 Ölheizungen durch Blockheizkraftwerke austauschen.

Nicht nur der Bau eines neuen AKW kann durch Energiesparen hinfällig werde, sondern selbst das Ersetzen von ein bis zwei AKWs ist dadurch möglich. Dafür braucht es aber das Mitspielen der Bürgerlichen Mehrheit im Parlament die bis anhin jede Sparmassnahme verhindert. hat.

Atel-Chef: Jetzt bauen wir ein AKW

Atel-Chef: Jetzt bauen wir ein AKW

Was die Bevölkerung davon hält, scheint der ganzen Wirtschaft offenbar egal zu sein.
Die Sonntagszeitung schreibt:
„Giovanni Leonardi, Chef des Stromkonzerns Atel, will bis Ende Jahr ein Konsortium für den Bau neuer Atomkraftwerke auf die Beine stellen. Laut Leonardi könnte das Konsortium schon 2008 ein Gesuch für eine Rahmenbewilligung einreichen, falls an einem bestehenden Standort wie Gösgen oder Beznau geplant werde…“

» ganzer Artikel der Sonntagszeitung

Mutloser Energieentscheid des Bundesrates

Mutloser Energieentscheid des Bundesrates

Leo Scherer, Energiekampagne Greenpeace Schweiz, sagt dazu: «Das ist ein mutloser Entscheid, der dem Klima nicht hilft. Mit dem Festhalten an Grosskraftwerken setzt der Bundesrat die Hochenergie- und Verschwendungs-Politik fort, die Schuld ist am Klimawandel. Dem Bundesrat in der heutigen Zusammensetzung fehlt offensichtlich der Mut zu einer zukunftsfähigen Klima- und Energiepolitik. Nun liegt es am Volk, an den Parlamentswahlen vom 21. Oktober für den Klimaschutz zu wählen. Die Schweiz braucht Politiker, welche die Energiewende nun durchsetzen: Grosskraftwerke sind dabei nur ein Hindernis.»

» Greenpeace Schweiz